Taylor Swift

Ein neuer, aber den meisten schon bekannter Stern ist am Country-Himmel aufgegangen. Ihr Name? Taylor Alison Swift. Am 13. Dezember 1989 erblickte Taylor in Wyomissing, im US Bundesstaat  Pennsylvania, das Licht der Welt. Bereits mit elf Jahren beginnt sie, sich an verschiedene Plattenfirmen zu wenden. Doch diese zeigen noch nicht allzu großes Interesse an der jungen Künstlerin. Somit bleibt der angestrebte Plattenvertrag für das junge Mädchen erst einmal unerreichbar.

Ihre Eltern, Andrea und Scott Swift, wollen ihre Tochter nach den Enttäuschungen aufheitern und schenken ihr ihre erste Gitarre. Die meisten Mädchen in ihrem Alter spielen mit Puppen, sie spielt ihr Instrument und so ist es nicht verwunderlich, dass sie bereits wenige Wochen später beginnt, erste eigene Songtexte zu verfassen. Dass ihr ihre eigenen Texte sehr wichtig sind, zeigte Taylor Swift, als sie ihren ersten Plattenvertrag ablehnte. Das Angebot des Labels sah vor, das Ghostwriter das Schreiben der Songtexte übernehmen würden. Damit war die junge Swift allerdings nicht einverstanden.

Die beste Adresse in Nashville für Songwriter ist das „Bluebird Cafe“. Scott Borchetta, der gerade sein eigenes Label Big Machine Records gegründet hat, sitzt eines Tages im Publikum. Er kann sich für die zu diesem Zeitpunkt 14jährige Künstlerin begeistern und nimmt sie unter Vertrag. Ihre Debütsingle „Tim McGraw“ schafft es auf Anhieb unter die Top 100 der US-Billboard-Charts, ihr Debütalbum „Taylor Swift“ schafft es bis auf Platz 5 und wurde mit dreifach Platin ausgezeichnet. Am 29. Januar erhielt sie für ihr Album „Fearless“ insgesamt vier Grammys, unter anderem in der Kategorie „Album des Jahres“ und „Country Album des Jahres“.

Johnny Cash

Was Elvis Presley für den Rock’n'Roll ist, ist Johnny Cash für die Countrymusik. Mit der rauen Bassbariton-Stimme und den sanften brauen Augen, hat Johnny Cash schon so mancher Frau den Kopf verdreht. Seine einzig wahre Liebe blieb jedoch bis zum Rest seines Lebens June Carter. Die beiden teilten ihre Liebe zur Country-Musik und standen so manches Mal gemeinsam auf der Bühne. Zu diesem Zeitpunkt waren zwar beide noch mit anderen Partnern verheiratet, verliebten sich aber dennoch ineinander. Der Song “Ring of fire” beschreibt diese verbotene Liebe. June Carter schrieb ihn gemeinsam mit Merle Kilgore, aber Johnny Cash machte ihn mit seiner Interpretation zum Welthit.

So erfolgreich und märchenhaft das Leben des berühmten Country-Stars, der im zarten Alter von 24 Jahren seinen ersten Nummer 1 Hit schrieb, auch klingen mag, so tragisch war es, wenn die Bühnenlichter erloschen. Cash war jahrelang drogenabhängig, ging durch die Hölle. June Carter war es, die ihm seinen Lebensmut zurückgab und zu einem Entzug überredete. Die Biografie des großen Country-Sängers ist zu lang und einzigartig, um sie in wenige Worte zu fassen. Wer mehr über das Leben des Weltstars wissen will, sollte sich den Film “Walk the line” ansehen. Mit erstklassigen Schauspielern wie Joaquín Phoenix und Reese Witherspoon in den Hauptrollen, ist dieser Film zu einer authentischen, bewegenden Autobiografie geworden, die ungeschminkt über das Leben eines Mannes berichtet, das von Sorgen und Ängsten, aber auch von großen Erfolgen und einer großen Liebe geprägt war. Johnny Cash verstarb am 12. September 2003 im Alter von 73 Jahren.

Tim McGraw

21 Singles und sieben Alben auf Platz 1 der offiziellen US-amerikanischen Country Charts; vier dieser Alben sogar an der Spitze der US-Billboard-Charts: welcher Musiker legte so eine steile Karriere hin? Die meisten Country-Fans werden Samuel Timothy McGraw kennen und lieben. Aber für diejenigen, die seinen Namen nie zuvor gehört haben, folgt jetzt ein kurzer Einblick in seine außergewöhnliche Erfolgsgeschichte. Wir reisen zurück ins Jahr 1967, nach Delhi, eine kleine Stadt im US-Bundesstaat Louisiana. Samuel Timothy wird dort am 1. Mai geboren, womit der Grundstein der Geschichte schon gelegt wäre. Als kleiner Junge interessiert er sich für Musik und Baseball. Sein Vater, der bekannte Baseball-Profi „Tug“ McGraw, hätte seinen Sohn vermutlich lieber auf dem Sportplatz als auf der großen Country-Bühne gesehen, aber zunächst sah es nicht danach aus, dass Timothy überhaupt eines seiner Hobbys zum Beruf macht. Er studiert Jura. Dennoch nimmt die Country-Musik einen immer größeren Teil seines Lebens ein, er tritt regelmäßig in Clubs auf und bricht schließlich sein Studium ab und zieht nach Nashville, um Countrysänger zu werden. 1991 unterzeichnet er seinen ersten Plattenvertrag. Die erste Single-Auskopplung wird nur mittelmäßig in den Charts platziert, das Album selbst wird gar nicht platziert. Ein Jahr später folgt dann aber der Durchbruch, Album Nummer zwei, „Not A Moment To Soon“, wird zum riesen Erfolg, der Song „Don’t Take the Girl“ zum ersten Nummer-1-Hit.

2001 wurde er für den Hit „Let´s Make Love“ mit einem Grammy ausgezeichnet. Das Witzige: diesen Song nahm er im Duett mit Ehefrau Faith Hill auf – wahre Gefühle auf der Bühne werden belohnt.

Shania Twain

Am 28. August 1965 erblickt Eileen Regina Edwards in Windsor, Kanada, das Licht der Welt. Dass Ihnen dieser Name vermutlich nichts sagt, ist nicht auf eine Wissenslücke zurückzuführen. Eileen Regina Edwards wurde nämlich nicht als sie selbst, sondern als Shania Twain berühmt.

Sie ist das zweite von drei Kindern. Als sich ihre Eltern scheiden lassen, ist sie gerade erst zwei Jahre alt. Die Mutter nimmt ihre Kinder mit nach Timmins, ein kleines Dorf nördlich von Toronto.

Ihr bekannter Nachname stammt von Jerry Twain, ihrem Stiefvater. Er gehört zum Stamm der Ojibwa Indianer. Eileen Regina fühlt sich stark zu Jerry und seiner Herkunft hingezogen, sie akzeptiert ihn als ihren Vater und nennt sich fortan „Shania“. Dieser Name ist indianisch und bedeutet so viel wie „Ich bin auf meinem Weg“. Mit acht Jahren sammelt das hübsche Mädchen erste Bühnenerfahrungen. Sie entdeckt ihre Leidenschaft zur Musik und zieht mit 21 Jahren nach Toronto. Dort jobbt sie tagsüber als Sekretärin. Am Abend widmet sie sich ihrem zweiten Leben: sie tritt in verschiedenen Clubs auf, übt ihren Gesang.

Das unbeschwerte Leben der jungen Künstlerin hat schlagartig ein Ende. Ihre Eltern sterben bei einem Autounfall, hinterlassen ihr die Aufgabe, sich um die Geschwister zu kümmern. Shania zieht zurück nach Timmins. Ihre Aufopferung für die Familie wird vom Schicksal belohnt: aufgrund mehrerer glücklicher Verstrickungen gelingt es ihr, 1993 das Debüt-Album „Shania Twain“ zu veröffentlichen. Knapp 100.000 Exemplare werden verkauft.

Das private Glück folgt, sie gibt ihrem Produzenten Robert John Lange das Ja-Wort.

1997 wird Twain mit ihrem Album „Come On Over“ zum Superstar. Es ist noch heute das erfolgreichste Country Album aller Zeiten und wurde 22-mal mit Platin ausgezeichnet.

Kris Kristofferson

Ein begnadeter Sänger und Schauspieler in einer Person? Diese wertvolle Mischung ist im Showgeschäft eher selten. Kristoffer „Kris“ Kristofferson, ein Enkel schwedischer Einwanderer, hat sie. Er wird am 22. Juni 1936 in Brownsville, Texas geboren. Seine Kindheit ist eher durch Umzüge, als durch musikalische Erfahrungen geprägt. Er schließt die High-School mit Bestnoten ab und ergattert ein Stipendium für die Oxford-Universität. Am College nimmt er erste Musikstücke unter dem Pseudonym „Kris Karson“ auf. Diese ersten Versuche bleiben – wie so oft in der Geschichte großer Stars – erfolglos.  1960 verlässt er die Universität mit einem Abschluss und heiratet seine Jugendliebe Fran Beer.

1965 zieht er, wie so viele Country Künstler vor ihm, nach Nashville. Dort muss er sich und seine Familie vorerst mit Gelegenheitsjobs über Wasser halten. Trotz aller Bemühungen zerbricht die Ehe.

Kristofferson widmet sich wieder mehr der Musik, verzeichnet kleinere Erfolge. Als Johnny Cash das Talent des jungen Musikers entdeckt, wendet sich das Blatt. Der Song „Sunday Morning Coming Down”, wird mit Cashs Hilfe zum Hit. Nebenbei entdeckt Kristofferson seine Liebe zur Schauspielerei. Er spielt in unzähligen Filmen mit – aber das ist ein anderes Kapitel.

1973 heiratete Kristofferson zum zweiten Mal. Seine neue Frau, Rita Coolidge, ist ebenfalls Sängerin. Die frisch vermählten stehen als Duo auf der Bühne und werden dafür mit drei Grammys ausgezeichnet. Nach sieben Jahren zerbricht die Ehe.

Erst Kristoffersons dritte Frau, Lisa Meyers, scheint ihn glücklich zu machen. 1983 wird geheiratet und seit 1992 lebt die inzwischen 7-köpfige Familie auf Maui.

Dass der Sänger 2004 in die Country Music Hall of Fame aufgenommen wurde, hat sein Glück gewiss noch abgerundet.

Kenny Chesney

Kenneth Arnold Chesney wird am 26. März 1968 in Knoxville geboren. Die kleine Stadt liegt in Tennessee, dem country-verliebtesten Bundesstaat der USA. Der jugendliche Chesney interessiert sich nicht für Noten, Instrumente oder Töne. Eigentlich erstaunlich, da viele Sänger ihre Liebe zur Musik schon früh entdecken. Kenneth Arnold, der sich später einfach Kenny nennt, entdeckt sein verborgenes Talent erst am College. Dort spielt er Gitarre, tritt einer Bluegrass-Band bei und schreibt eigene Songs. An freien Abenden tritt er in Clubs auf, um Spaß zu haben.  Er ist ein Hobby-Musiker, der schließlich sein Studium abschließt und nach Nashville zieht. Wie viele Country-Karrieren, beginnt auch diese hier in der kleinen Stadt, die große Leute macht. Zunächst ist von dem Glamour des großen Geldes aber nichts zu spüren: Chesney arbeitet als Angestellter in einer rustikalen Schankkneipe, verdient sich ein paar Dollar dazu. Erst später kann er einen Plattenvertrag unterzeichnen und 1993 sein Debütalbum „In My Wildest Dreams“ veröffentlichen. Der Erfolg bleibt aus und als sein Label sich kurze Zeit später dazu entscheidet, aus der Countrymusik auszusteigen, droht der große Traum zu platzen. Aber Kenny Chesney hat Glück im Unglück: ein Major Label wird auf ihn aufmerksam und gibt ihm die Chance, weitere Songs aufzunehmen.

Seine daraufhin produzierten Hits „Fall in Love“ und „Me and You“ stürmen die Top 10 der Country Charts – der Durchbruch ist geschafft.  Sein bis dahin größter Hit „She’s Got it All“ wird zur Nummer eins. Weitere Spitzenreiter folgen.

2004 wird Chesney zum ersten Mal mit dem Entertainer-of-the-Year Award der Country Music Association (kurz CMA) ausgezeichnet. 2009 veröffentlicht er ein zweites Greatest-Hits-Album, das gleichzeitig zu seinem neunten Nummer-1 Album in den Country Charts wird.

Keith Urban

Woran denkt man, wenn das Stichwort „Neuseeland“ fällt? An die Maori, an Kiwis auf Bäumen und auf zwei Beinen, an die wunderschönen Kulissen der „Herr der Ringe“-Verfilmungen. Es gibt viele Dinge, die mit dem kleinen Inselparadies am anderen Ende der Welt in Verbindung gebracht werden. Aber wenn der Name „Keith Urban“ fällt, zucken die meisten Menschen nur die ratlos die Schultern. Eigentlich eine Schande, denn der gebürtige Neuseeländer zählt zu den Größen der Country-Musik. Begonnen hat seine Erfolgsgeschichte am 26. Oktober 1967, als er in Whangerei das Licht der Welt erblickte. Später zogen seine Eltern auf eine kleine Farm nach Caboolture, Australien, wo der junge Urban seine Kindheit verbrachte und zum ersten Mal Kontakt zur Country-Musik knüpfte. Im Alter von acht Jahren nimmt der kleine Blondschopf siegreich an einem Talentwettbewerb teil. Mit 12 gründet er eine eigene Band und tritt in verschiedenen Clubs auf.

1990 wird aus dem kleinen Clubsänger ein richtiger Musiker. Er unterzeichnet seinen ersten Plattenvertrag in Australien und veröffentlicht sein Debütalbum. Der kommerzielle Erfolg bleibt aus, aber Urban lässt sich nicht entmutigen. Er will in der Country-Szene Fuß fassen – koste es, was es wolle. Darum zieht er nach Übersee. Genauergesagt nach Nashville, in Tennessee. Die Stadt gilt als „Hauptstadt der Country-Musik“, als Anlaufstelle für den großen Erfolg. Urban lernt wichtige Kontakte der Musikindustrie kennen und produziert 1997 ein Album mit der Band „The Ranch“.

Der große kommerzielle Durchbruch gelingt ihm erst fünf Jahre später: das Album „Golden Road“ wird zwei Millionen Mal verkauft.

2006 kommt zum geschäftlichen dann auch das private Glück. Er heiratet die Schauspielerin Nicole Kidman in einem Vorort von Sydney. Zwei Jahre später kommt ihre Tochter Sunday Rose zur Welt. Eine Grammy-Auszeichnung im gleichen Jahr rundet das Erfolgserlebnis ab.

Emmylou Harris

Sie nahm mit Weltstars wie Johnny Cash und Bob Dylan Duette auf. Mehrere Grammy-Awards zieren ihren Trophäenschrank. Man kann mit Fug und Recht behaupten, dass Emmylou Harris zu den ganz großen ihrer Branche, der Country-Musik, gehört.

Emmylou Harris wird am 2. April 1947 in Birmingham im US-Bundesstaat Alabama geboren.  Schon als Teenager entdeckt sie ihre Liebe zur Gitarre und zum Gesang. Sie beginnt ein Studium in Schauspielerei, bricht es jedoch ab, um nach New York zu ziehen und in verschiedenen Clubs aufzutreten. Sie nimmt ein Album auf, das sich leider nicht gut verkauft. Erst 1971 wendet sich das Blatt für die damals 24jährige: sie lernt Chris Hillman kennen.  Der ehemalige Byrds-Bassist hatte sie in einem Club spielen hören und ihr Talent entdeckt.  Aus diesem Grund macht er die junge Frau mit Gram Parson bekannt, der zu diesem Zeitpunkt zufälligerweise nach einer begabten Sängerin für sein erstes Solo-Album sucht. Dieses und ein weiteres Album werden in gemeinschaftlicher Arbeit produziert, dann stirbt Parson an einer Überdosis. Harris, die inzwischen wichtige Kontakte zu Musikern geknüpft hat, nimmt weitere Alben auf, die mittelmäßige bis größere Erfolge feiern. 1985 gelingt ihr dann der ganz große Durchbruch. „The Ballad of Sally Rose“ wird mit einem Grammy ausgezeichnet – einem  der insgesamt zehn vergoldeten Grammophonskulpturen, die sie im Laufe ihrer Karriere erhält. Neben dem begehrtesten Musikpreis, ehrte man Harris auch mit unzähligen anderen Auszeichnungen, wie dem Billboard Century Award im Jahre 1999. Die größte Ehre wurde ihr 2008 zuteil, als sie in die Country Music Hall of Fame aufgenommen wurde.

Dixie Chicks

Was haben Emily Robinson, Martie Maguire und Natalie Maines gemeinsam? Sicherlich, sie sind Frauen und hübsch noch dazu. Aber vor allen Dingen sind sie die “Dixie Chicks”. Wer mit diesem frechen Namen nichts anfangen kann, hat sich wohl noch nicht mit dem Thema Countrymusik beschäftigt.

Die Dixie Chicks sind nämlich bereits seit 21 Jahren dick im Geschäft: mit inzwischen mehr als 30,5 Millionen verkauften Tonträgern, sind sie die erfolgreichste Frauenband der USA. Was heute eine etablierte Country-Band ist, die sich mehr und mehr an den Musikrichtungen Rock und Pop orientiert, hat einmal ganz klein angefangen.

1989 gründeten die Schwestern Emily und Martie gemeinsam mit ihren Freundinnen Laura Lynch und Robin Lynn Macey eine bluegrassorientierte Countryband. Obwohl die Besatzung der Band sich im Laufe der Jahre verändert hat, blieb der Name immer gleich. “Dixie Chicks” bedeutet übersetzt so viel wie “junge Frauen aus den US-amerikanischen Südstaaten”, in Anspielung auf ihre Heimat Texas.

Ein unabhängiges Label veröffentlichte die ersten drei Platten der Band, später wechselten sie zu Sony BMG. Das passierte allerdings erst, als Robin und Laura die Gruppe bereits verlassen hatten. An ihre Stelle trat Natalie Maines, Tochter des bekannten Produzenten und Gitarristen Lloyd Maines, die mit ihrer prägnanten Stimme eine ideale neue Leadsängerin abgab. Das Erfolgsrezept der Country-Mädels besteht nicht nur aus guten Stimmen und musikalischem Talent: die Songtexte der Chicks überzeugen, weil sie gesellschaftlich umstrittene Themen abhandeln. Wer jetzt erst auf die schönen Texanerinnen aufmerksam geworden ist und mehr über die Bandgeschichte erfahren möchte, sollte sich den 2006 erschienenen Dokumentarfilm “Dixie Chicks: Shut Up and Sing” ansehen.

Alison Krauss

Eine Frau, die an der Violine und der Fidel gleichermaßen begabt ist und zudem über eine wunderbare Stimme verfügt, das ist Alison Krauss.

Die hübsche Sängerin wird am 23. Juli 1971 in Decatur, Illinois geboren. Schon mit fünf Jahren nimmt Krauss klassischen Musikunterricht und übt das Spielen auf der Violine. Dass sie in den 90er Jahren neue Maßstäbe in der Bluegrass-Musik setzen wird, ahnt sie zu diesem Zeitpunkt natürlich noch nicht. Sie merkt jedoch bald, dass sie nichts mit klassischer Musik anfangen kann, stattdessen begeistert sie sich für Country- und Bluegrass. Im Alter von acht Jahren beginnt sie in der Region um ihre Heimatstadt Champaign, an verschiedenen Talentwettbewerben teilzunehmen. Ihre erste eigene Band gründet sie zwei Jahre später. 1983, Alison ist zu diesem Zeitpunkt zwölf Jahre alt, gewinnt sie die „Illinois State Fiddle Championship“. Von der „Society fort he Preservation of Bluegrass in America“ wird sie zum „Most Promising Fiddler“ des Mittleren Westen gekürt.  Der „Father of Bluegrass“, Bill Monroe, wird auf sie aufmerksam und beginnt, sie zu fördern.

Als ihr Bruder Viktor 1985 sein Album „Different Strokes“ veröffentlicht, nutzt die damals 14jährige Alison die Chance, ihre eigene Stimme auf der Platte debütieren zu lassen. Ihr erstes eigenes Album „Too Late To Cry“, erobert zwei Jahre später den Markt.

Große Bekanntheit in Europa erreicht sie durch ihre Mitarbeit am Soundtrack zum Film „O Brother, Where Art Thou?“ (2000).

Der 2007 gemeinsam mit Robert Plant (dem ehemaligen Sänger von Led Zeppelin)  produzierte Long Player „Raising Sand“, wird 2009 mit fünf Grammys prämiert. Bislang wurde Krauss mit insgesamt 26 Grammys geehrt, was sie zur erfolgreichsten Künstlerin überhaupt macht.