The Boss Hoss – Country Kracher aus Berlin
Dieser Artikel wurde von unserem Gastautor Markus verfasst. Markus schreibt normalerweise über Design Couchtisch und andere Themen.
Moderner Pop im Country-Stil gespielt. Geht das? Die Antwort kann nur lauten, ja es geht. Die Band „The Boss Hoss“ aus Berlin, tut genau das mit Bravour. Die 7-köpfige bunte Truppe, covert Songs von Britney Spears, Outkast oder The White Sstripes und verwandeln sie in fetzige Country Songs.
Gegründet wurde The Boss Hoss von Alec „Boss“ Völkel und Sascha „Hoss“ Vollmer. Zunächst ausschließlich in der Berliner Szene aktiv, folgte Ende 2004 der rasante Aufstieg unter einem großen Plattenlabel.
Die erste Single „Hey Ya“ die im April 2005 herausgebracht wurde, schlug ein wie eine Bombe. Im Mai desselben Jahres folgte ihr Debütalbum „Internashville Urban Hymnes“. Es erreichte Platz 11 der deutschen Albumcharts. In dieser Zeit absolviert die Band etwa 180 Live Konzerte.
Seitdem hat The Boss Hoss 4 Alben und 11 Singles herausgebracht.
Besonders interessant wird ihre Musik dadurch, das die klassischen Instrumente des Pops und verwandter Musikrichtungen, gekonnt durch entsprechende Pendant-Instrumente aus dem Country Genre ersetzt werden. Dazu wird der Takt und die Geschwindigkeit etwas angepasst und schon ist ein schwungvoller Countrysong geboren. Beim ersten hören von The Boss Hoss fällt einem das gar nicht unbedingt auf. Nachdem man die Cover Grundlage eines Songs aber einmal herausgehört hat, fällt einem jedes mal die technisch perfekte Adaption auf.
Natürlich ist The Boss Hoss keine reine Coverband. Sie treten ebenfalls mit eigenen Kompositionen an. Dabei sind gefühlsbetonte Balladen-artige Stücke ebenso zu finden wie rhythmische Schenkelklopfer Songs.
Bei Live Auftritten besticht The Boss Hoss, durch die musikalischen Fähigkeiten der Bandmitglieder. Die Titel werden musiktechnisch absolut sauber gespielt und sind hervorragend einstudiert. The Boss Hoss versteht es auf jeden Fall die Menge an zu heizen.
Der Weg von dieser modernen Country-Umsetzung hin zu Klassikern wie Johnny Cash und Hank Williams ist dann nicht mehr weit.