Chaps – was steckt dahinter

Bei Chaps handelt es sich um das lederne Beinkleid, wie es auch die Cowboys im Wilden Westen bereits trugen. Die Chaps haben kein Gesäß. Die Cowboys haben diese Beinkleider beim Reiten getragen und tun dies noch heute. Der Sinn und Zweck dieses Beinkleids ist es, das diese Beine und auch die Hosen der Cowboys schützen sollen. So kann man beim Reiten auch schon mal Dornengestrüpp streifen und auch gegen die Hörner der Rinder, mit denen der Cowboy heute wie damals arbeiten muss (auch immer noch auf klassische Weise mit dem Lasso) schützen. Ebenfalls einen gewissen Schutz bieten die Chaps den Cowboys, wenn diese Hufarbeiten mit dem Hufmesser durchführen.

Chaps werden heute aber nicht mehr nur von Cowboys, die längst nicht mehr nur mit dem Pferd unterwegs sind um die Rinderherden zu hüten, sondern auch mit Jeep oder mit Quad, getragen, sondern auch von anderen Berufsgruppen. In diesem Fall auch als Arbeitsschutz. So sind beispielsweise auch die Holzschnitthosen der Waldarbeiter eine moderne Form der Chaps und entsprechend gepolstert. Chaps gibt es in vielen verschiedenen Formen. Eine dieser Formen ist die so genannte enge Shotgun. Diese wird heute vor allem im Norden von Amerika getragen. Im Winter “sattelt” man hier auf die so genannten Woolies aus Ziegenhaar um.  Die offenen und weit geschnittenen Batwings hingegen werden vorwiegend in Texas getragen und in Kalifornien die bis knapp unters Knie reichende Chinks.

Chaps gibt es allerdings auch außerhalb der USA. In Spanien trägt man zum Beispiel die Vaqueros Zahones. Chaps-ähnliche Kleidungsstücke aus Leder waren schon bei vielen Indianerstämmen in Gebrauch. Die Trapper und Jäger übernahmen dann diese Form der Beinbekleidung, wonach diese schließlich auch von den Cowboys als sehr praktisch empfunden wurden. Heute sind Chaps auch in der Bikerszene sehr bekannt. Außerdem sind sie aus schwarzem Leder auch ein Teil der Subkultur der Schwulenbewegung und auch in der BDSM-Szene anzutreffen.

Der Dank für diesen Gastartikel geh an Maik, der sonst über Akustikschränke und Serverzubehör schreibt.

Die Wahrsagung, Hellseherei und Chartomantik

Ein Teilgebiet der Wahrsagung ist unter anderem das Kartenlegen. Es wird auch als Kartomantie oder Chartomantik bezeichnet. Ohne grundlegendes Wissen über den um Antworten Bittenden ist es dem Kartenleger möglich mit Hilfe von Spielkarten nähere Auskünfte über die Zukunft zu geben. Die Kunst des Hellsehens mit Karten hat seine Ursprünge im siebenten Jahrhundert in Asien. Das Kartenlegen kam im 15. Jahrhundert durch wandernde Volksgruppen nach Europa und ist als Jahrmarktsattraktion zur Verbreitung gekommen. Die Bedeutung blieb jedoch eher auf den Belustigungsfaktor beschränkt, dies änderte sich im 18. Jahrhundert jedoch grundlegend. Französische Okkultisten verbreiteten die Wahrsagekunst mit Karten immer weiter und schufen so die Grundlage für deren Etablierung bis in unser heutiges Alltagsleben. Um Deutungen für die Zukunft und derzeitige Situation zu machen legt der oder die Hellseher/in die Karten in bestimmten Mustern aus. Jede Position nimmt dabei bestimmte Eigenschaften war. So sind zum Beispiel die

momentane Situation, Ängste, zukünftige Ereignisse oder die Hoffnungen deutbar. Je nach Position und Bedeutung wird dann eine Vorhersage für die Zukunft getroffen. Eine sehr bekannte Kartenlegerin war zur Zeit Napoleons M.Lenormand. Sie lebte von 1772-1843 und war sehr

erfolgreich als Hellseherin und Wahrsagerin an der Seite des französischen Feldherren und seiner Frau Josephine de Beauharnais. Eine der bekanntesten Kartenlegearten ist Tarot. Für die Wahrsagung wird ein 78-er Kartensatz genutzt, der zu psychologischen und divinatorischen Zwecken genutzt wird. Der Kartenleger hat verschiedene Möglichkeiten der Anordnung der Karten. Für Fragen zu Entscheidungen, zur Entwicklung einer Situation oder zur Bestimmung eines Standpunktes wird das “einfache Kreuz” gelegt. Der “blinde Fleck” gibt Auskunft über die eigene Persönlichkeitsentwicklung.

Das Kartenlegen eignet sich als Mittel der Hellseherei für viele Gelegenheiten, um Antworten für sein eigenes Leben zu erhalten geht man am besten persönlich zu einem Kartenleger.

Country-Musik – Fiddle, Banjo und Heimweh nach Irland

Country-Musik ist eine noch junge Musikrichtung und kam mit Kolonisten im 19. Jahrhunderts nach Amerika. Vor allem irische, englische und schottische Siedler, meist einfache Leute, brachten die schlichten Volksweisen und Instrumente ihrer Heimat (viele aus Dublin) mit in die Neue Welt. Dazu improvisierten sie Texte, die sich auf ihren Alltag, ihre Sorgen und Freuden bezogen.

Als eigener Musikstil durchzusetzen begann sich Country Music in den 1920er Jahren. Ur-Instrument der klassischen Country-Musik ist nicht, wie man annehmen könnte, die Gitarre, sondern die Fiddle, eine einfache Geige, wie sie heute noch in manchem irischen oder schottischen Pub zu sehen und zu hören ist. Vor allem in den abgelegenen Bergen des Südostens der USA wie den Appalachen packten die gälisch-englischen Einwanderer gerne ihre Instrumente aus und fiedelten sich das Heimweh aus der Seele, dazu wurde gesungen und getanzt. Französische Siedler aus der Nachbarschaft steuerten ihrerseits Volksmusik bei. Als später musikalische Einflüsse der Sklaven mit Banjo und Gitarre und deutsche (Autoharp, eine Art Zither) hinzukamen, fein abgemischt mit dem Klang der Mandoline, war die klassische Country-Musik der frühen Jahre geboren. Es war aber tatsächlich eine Familie aus Virginia mit englischen Wurzeln, die mit “ländlicher Musik” in den 1920er Jahren als erste musikalische Karriere machte: Die Carter Family.