Die Wahrsagung, Hellseherei und Chartomantik

Ein Teilgebiet der Wahrsagung ist unter anderem das Kartenlegen. Es wird auch als Kartomantie oder Chartomantik bezeichnet. Ohne grundlegendes Wissen über den um Antworten Bittenden ist es dem Kartenleger möglich mit Hilfe von Spielkarten nähere Auskünfte über die Zukunft zu geben. Die Kunst des Hellsehens mit Karten hat seine Ursprünge im siebenten Jahrhundert in Asien. Das Kartenlegen kam im 15. Jahrhundert durch wandernde Volksgruppen nach Europa und ist als Jahrmarktsattraktion zur Verbreitung gekommen. Die Bedeutung blieb jedoch eher auf den Belustigungsfaktor beschränkt, dies änderte sich im 18. Jahrhundert jedoch grundlegend. Französische Okkultisten verbreiteten die Wahrsagekunst mit Karten immer weiter und schufen so die Grundlage für deren Etablierung bis in unser heutiges Alltagsleben. Um Deutungen für die Zukunft und derzeitige Situation zu machen legt der oder die Hellseher/in die Karten in bestimmten Mustern aus. Jede Position nimmt dabei bestimmte Eigenschaften war. So sind zum Beispiel die

momentane Situation, Ängste, zukünftige Ereignisse oder die Hoffnungen deutbar. Je nach Position und Bedeutung wird dann eine Vorhersage für die Zukunft getroffen. Eine sehr bekannte Kartenlegerin war zur Zeit Napoleons M.Lenormand. Sie lebte von 1772-1843 und war sehr

erfolgreich als Hellseherin und Wahrsagerin an der Seite des französischen Feldherren und seiner Frau Josephine de Beauharnais. Eine der bekanntesten Kartenlegearten ist Tarot. Für die Wahrsagung wird ein 78-er Kartensatz genutzt, der zu psychologischen und divinatorischen Zwecken genutzt wird. Der Kartenleger hat verschiedene Möglichkeiten der Anordnung der Karten. Für Fragen zu Entscheidungen, zur Entwicklung einer Situation oder zur Bestimmung eines Standpunktes wird das “einfache Kreuz” gelegt. Der “blinde Fleck” gibt Auskunft über die eigene Persönlichkeitsentwicklung.

Das Kartenlegen eignet sich als Mittel der Hellseherei für viele Gelegenheiten, um Antworten für sein eigenes Leben zu erhalten geht man am besten persönlich zu einem Kartenleger.

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