Wenn Cowboys heiraten
Heiraten ist nun etwas, was die Cowboy einst und auch heute nun mal nicht so in Erwägung ziehen. Denn eine Frau zu haben, bedeutet auch dass man gebunden ist und nicht mehr wochenlang mit den Rindern unterwegs sein kann von einem Weideplatz zum anderen. Heute wie damals ist es auch so, dass man mit einer Hochzeit auch meist die Verpflichtung eingeht, dass man gegenüber der Frau gewisse Verpflichtungen hat, auch finanzielle. Nun reicht auch heute das Gehalte von einem Cowboy bei weitem nicht aus, um eine Frau oder gar eine Familie zu ernähren. Kurzum: Eine Heirat kam und kommt für Cowboys solange sie diesen Beruf ausübten bzw. ausüben nicht in Frage.
Allerdings kann jeder andere, der gerne heiraten möchte dies auch in einem Cowboykostüm bzw. in richtigen Country- bzw. Cowboyklamotten tun. Auch in Deutschland. Damit würde man zwar mächtig Aufsehen erregen, wenn man so aus dem Standesamt herauskommt, doch hinsichtlich der Brautmode gibt es keine gesetzliche Grundlage, die das Brautpaar oder auch die Gäste verpflichtet sich an einen bestimmten Dresscode zu halten. – Im Gegenteil, lädt man zu einer Mottohochzeit ein, die unter dem Thema Country und Western steht, sind auch die Gäste dazu angehalten sich entsprechend zu kleiden, damit dem ganzen Fest ein entsprechender Rahmen geboten werden kann. Schließlich soll sich an diesem Tag das Thema Country und Western wie ein roter Faden durch die ganze Festlichkeit ziehen. Entsprechend abgestimmt werden kann natürlich auch das Ambiente, auch wenn es sich um eine ganz normale Gaststätte handelt – angefangen von der Gestaltung der Einladungskarten, über Tischdekoration bis hin zum Essen.
Ausgesprochene Country und Western Fans setzen dem Ganzen dann noch ein I-Tüpfelchen, nämlich das, dass sie in Deutschland zumindest standesamtlich heiraten, sich dann aber zum Beispiel hoch zu Ross mitten in der Prärie von einem Pater standesgemäß nach alter amerikanischer Westerntradition trauen lassen. In der Satteltasche befinden sich in diesem Fall die Ringe.