Kenny Chesney

Kenneth Arnold Chesney wird am 26. März 1968 in Knoxville geboren. Die kleine Stadt liegt in Tennessee, dem country-verliebtesten Bundesstaat der USA. Der jugendliche Chesney interessiert sich nicht für Noten, Instrumente oder Töne. Eigentlich erstaunlich, da viele Sänger ihre Liebe zur Musik schon früh entdecken. Kenneth Arnold, der sich später einfach Kenny nennt, entdeckt sein verborgenes Talent erst am College. Dort spielt er Gitarre, tritt einer Bluegrass-Band bei und schreibt eigene Songs. An freien Abenden tritt er in Clubs auf, um Spaß zu haben.  Er ist ein Hobby-Musiker, der schließlich sein Studium abschließt und nach Nashville zieht. Wie viele Country-Karrieren, beginnt auch diese hier in der kleinen Stadt, die große Leute macht. Zunächst ist von dem Glamour des großen Geldes aber nichts zu spüren: Chesney arbeitet als Angestellter in einer rustikalen Schankkneipe, verdient sich ein paar Dollar dazu. Erst später kann er einen Plattenvertrag unterzeichnen und 1993 sein Debütalbum „In My Wildest Dreams“ veröffentlichen. Der Erfolg bleibt aus und als sein Label sich kurze Zeit später dazu entscheidet, aus der Countrymusik auszusteigen, droht der große Traum zu platzen. Aber Kenny Chesney hat Glück im Unglück: ein Major Label wird auf ihn aufmerksam und gibt ihm die Chance, weitere Songs aufzunehmen.

Seine daraufhin produzierten Hits „Fall in Love“ und „Me and You“ stürmen die Top 10 der Country Charts – der Durchbruch ist geschafft.  Sein bis dahin größter Hit „She’s Got it All“ wird zur Nummer eins. Weitere Spitzenreiter folgen.

2004 wird Chesney zum ersten Mal mit dem Entertainer-of-the-Year Award der Country Music Association (kurz CMA) ausgezeichnet. 2009 veröffentlicht er ein zweites Greatest-Hits-Album, das gleichzeitig zu seinem neunten Nummer-1 Album in den Country Charts wird.

Emmylou Harris

Sie nahm mit Weltstars wie Johnny Cash und Bob Dylan Duette auf. Mehrere Grammy-Awards zieren ihren Trophäenschrank. Man kann mit Fug und Recht behaupten, dass Emmylou Harris zu den ganz großen ihrer Branche, der Country-Musik, gehört.

Emmylou Harris wird am 2. April 1947 in Birmingham im US-Bundesstaat Alabama geboren.  Schon als Teenager entdeckt sie ihre Liebe zur Gitarre und zum Gesang. Sie beginnt ein Studium in Schauspielerei, bricht es jedoch ab, um nach New York zu ziehen und in verschiedenen Clubs aufzutreten. Sie nimmt ein Album auf, das sich leider nicht gut verkauft. Erst 1971 wendet sich das Blatt für die damals 24jährige: sie lernt Chris Hillman kennen.  Der ehemalige Byrds-Bassist hatte sie in einem Club spielen hören und ihr Talent entdeckt.  Aus diesem Grund macht er die junge Frau mit Gram Parson bekannt, der zu diesem Zeitpunkt zufälligerweise nach einer begabten Sängerin für sein erstes Solo-Album sucht. Dieses und ein weiteres Album werden in gemeinschaftlicher Arbeit produziert, dann stirbt Parson an einer Überdosis. Harris, die inzwischen wichtige Kontakte zu Musikern geknüpft hat, nimmt weitere Alben auf, die mittelmäßige bis größere Erfolge feiern. 1985 gelingt ihr dann der ganz große Durchbruch. „The Ballad of Sally Rose“ wird mit einem Grammy ausgezeichnet – einem  der insgesamt zehn vergoldeten Grammophonskulpturen, die sie im Laufe ihrer Karriere erhält. Neben dem begehrtesten Musikpreis, ehrte man Harris auch mit unzähligen anderen Auszeichnungen, wie dem Billboard Century Award im Jahre 1999. Die größte Ehre wurde ihr 2008 zuteil, als sie in die Country Music Hall of Fame aufgenommen wurde.