Cowboysein in Österreich
Was fällt einem ein, wenn man an Amerika und im Speziellen an die USA denkt? Natürlich ist das nicht schwer, denn in der Werbung und in den Filmen wird nur der amerikanische Lebensstil präsentiert. Vieles, das für uns mitterlweile schon ganz normal ist, kommt aus den Vereinigten Staaten: Jeans, Fast Food oder Rucksäcke. Alles ganz alltägliche Dinge, über die sich niemand mehr einen Gedanken macht. Die Filme vom Wilden Westen zeugen nur so von dieser Lebensweise. Cowboys in Jeans, Stiefeln und karierten Hemden wandern durch die Wüstenlandschaft. Ihre Pferde sind natürlich auch dabei und sie befördern sie sprichwörtlich durch den ganzen Wilden Westen. Viele Menschen pilgern jährlich in die amerikanischen Bundesstaaten um sich das hautnah anzusehen. Denn immer nur im Fernsehen Lucky Luke oder andere Westernhelden zu bewundern, reicht eben nicht.
Wilder Westen auf Österreichisch
Dieses Lebensgefühl auch in anderen Staaten zu finden, ist nicht einfach. Denkt man hier aber auf Österreich, ist der Unterschied nicht so groß. Cowboys, was übersetzt Kuh-Junge heißt, leben auf echten Farmen. Zwar ist die Dimension in dem mitteleuropäischen Land etwas anders, aber trotzdem gibt es jede Menge Bauernhöfe. Die Bauern sind zwar weniger sexy als ihre amerikanischen Kollegen, aber für den Tourismus kann dieses Konzept auch ganz gut verwendet werden. Denn die Sehnsucht nach dem Ursprünglichen und Naturbelassenen ist sehr groß. Dafür greifen die Menschen tief in die Taschen. Man braucht sich nur die Erfolgsquoten von Bauernmärkten anzusehen. Hier werden Lebensmittel ohne Schadstoffe oder andere Beifügungen verkauft. Auch beim alljährlichen Weihnachtsmarkt stehen viele Bauern selbst hinter dem Stand und verkaufen, was sie das ganze Jahr über produziert und geerntet haben. Fakt ist aber, dass nicht nur die Lebensmittel die Touristen anziehen können. Ganz im Stil eines Cowboys kann man mit dem Traktor auf einem Bauernhof mitfahren oder romantisch im Heu schlafen. Die ganz Eifrigen können auch im Stall helfen und die Tiere füttern. Vielleicht entdeckt der eine oder andere dann seine Leidenschaft für das Cowboy-Leben. Kommt man im Sommer oder eben im Frühherbst zu einem solchen Bauern, ist vielleicht gerade der Almabtrieb. Das bedeutet, dass die Kühe von den Bergen herunterkommen und wieder im Stall sein werden. Es wird wie ein Fest aufgezogen, die Kühe werden geschmückt und es gibt ausreichend zu trinken und zu essen. Die wahren Cowboys treiben die Kühe dann wieder vom Berg in das Dorf. Sollte man auf jeden Fall nicht verpassen.